Archiv für März 2008


Happy Birthday, Mozilla!

31. März 2008 - 17:14 Uhr

Heute vor genau 10 Jahren, also am 31.3.1998, wurde das Mozilla Projekt mit der Freigabe des alten Netscape Communicator Sourcecode gestartet. Der erste Browserkrieg war verloren und die letzte Option zur Rettung des Browsers mit dem die Web-Revolution für die Massen startete, sah man in diesem Schritt. Netscape ist mittlerweile Geschichte, aber ohne das Mozilla-Projekt sähe das Web heute anders aus. Microsoft-/IE-dominiert mit hoher Wahrscheinlichkeit und damit ein ganzes Stück weiter entfernt von der Idee eines freien Web, als wir es heute ohnehin noch sind. Fest steht auf jeden Fall, dass viele, viele gute Technologien und Ideen in und um das Mozilla Projekt entstanden sind. Brendan Eich, Vater von JavaScript, treibt die Entwicklung der Sprache mit aufregenden Features weiter voran. Dave Hyatt, Netscape- und Mozilla-Veteran, treibt WebKit/Safari voran. Wo wurde Bugzilla entwickelt? Die Idee des offenen “Web as a Platform” wurde von Mozilla immer gepflegt und vorangetrieben, tausende von Extensions, deren Entwicklung auch “einfachen” Webdevelopern offen steht, beweisen das. Welcher andere Browser setzt so sehr auf Webtechnologien, dass er sogar zu einem nicht unbeträchtlichen Teil darin geschrieben wurde? Ich persönlich halte Mozilla immer noch für eines der aufregendsten, spannendsten und wegweisendsten Projekte des Web und der freien Software-Entwicklung. Ich bin ein wenig stolz, dass ich ein klitzeklitzekleines bißchen zu dieser Entwicklung beitragen durfte, 2000 den ersten ausführlichen Artikel über die Mozilla-Technologie im deutschsprachigen Raum im Java Magazin veröffentlicht, lange Zeit das deutsche MozillaZine betreut und übersetzt habe und bei der Organisation der ersten europäischen Mozilla-Konferenz helfen durfte. Und nicht zuletzt dabei viele, großartige, enthusiastische Menschen kennen gelernt und damit erlebt habe, was Open Source wirklich bedeutet. Das alles wäre nicht möglich gewesen, ohne Hunderte von Entwicklern und Geeks, die mehr von Programmierung und Design verstehen, als ich in 100 Jahren. Vielen, vielen Dank. Das Web wäre ohne euch schlechter. (*tränen der rührung unterdrück*)

Mozilla.org

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Interessanter Trend aus Japan: Suchbegriffe statt URLs

31. März 2008 - 16:13 Uhr

boingboing berichtet von einem interessanten Trend aus Japan. Dort wird in der Werbung anscheinend zunehmend nicht mehr mit URLs geworben, sondern mit Grafiken, die dem Eingabefeld einer Suchmaschine nachempfunden sind in dem Suchbegriffe stehen. Die Verwendung dieser Begriffe bringt einen dann zum beworbenen Angebot. Im Grunde also nicht anderes als Tagging, wenn man so möchte. Allerdings auch ziemlich riskant, wenn man nicht genau weiss, in welcher Suchmaschine ein gesucht wird. Eventuell befindet sich ja ein Konkurrent irgendwo höher in den Rankings als man selbst. Langlebig ist das natürlich aufgrund der dynamischen Natur des ganzen auch nicht. Trotzdem eine interessante Strategie, vor allem wenn man auf Seiten hinweisen will, die irgendwo tief innerhalb einer Site vergraben sind.

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107,5 Stunden nur noch…

31. März 2008 - 15:39 Uhr

bis Folge 1, Season 4 von Battlestar Galactica. Unter uns gesagt, ich freu mir ein zweites Loch in den Arsch!

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MySQL Humor

25. März 2008 - 11:10 Uhr

Aus dem Reference Manual:

For beginners, a useful startup option is --safe-updates (or --i-am-a-dummy, which has the same effect).
This option was introduced in MySQL 3.23.11. It is helpful for cases when you might have issued a DELETE FROM
tbl_name statement but forgotten the WHERE clause. Normally, such a statement deletes all rows from the table.
With --safe-updates, you can delete rows only by specifying the key values that identify them. This helps prevent
accidents.

:)

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Willkommen, Chumby!

22. März 2008 - 01:31 Uhr

Heute konnte ich endlich meinen Chumby in Empfang nehmen, den ich mir aus USA habe mitbringen lassen. Erster Eindruck nach dem Einstöpseln und der Konfiguration: Killer! Chumby ist ein Web-enabled Device, dass sich mittels Wi-Fi mit dem Web und in Widgets Inhalte wie Flickr-Streams, Newsfeeds, Webcams, Wetter, Spiele und vieles andere darstellt. Die Auswahl und Konfiguration der Widgets wird auf dem Chumby-Server erledigt. Daneben funktioniert das Ding noch als Uhr, Wecker, Radio (Shoutcast) und E-Mail-Reader. Der Interaktion mit den Widgets findet über den Touchscreen statt, der etwas kleiner als eine Zigarettenschachtel ist, und ein wenig träge. Die Bildqualität ist ok, aber nicht umwerfend (auf jeden Fall nicht in der Klasse eines modernen Handy-Display). Der Chumby sieht dabei überhaupt nicht wie eines der üblichen glänzenden High-Tech Spielzeuge aus, sondern kommt in einer knautschigen Lederhülle. Die gesamte Marke wird dabei eher in “ach, wie niedlich”-Ecke positioniert.

Alles in allem ein extrem interessantes Gerät, das zumindest nach einem Tag rumspielen keine Macken gezeigt hat und mich total überzeugt hat.  Faszinierend, dass mit diesem Konzept die Idee der Widgets meines Wissens zum ersten Mal einen “richtigen” Computer verlassen, und in einem einfachen Gebrauchsgegenstand auftaucht. Ich würde sagen, dass sind die ersten Boten des kommenden Web. Das was von Berners-Lee als Ubiquitous Web bezeichnet wird, also die komplette Durchdringung des Web in alle Lebensbereiche. Im Moment freuen wir uns ja noch, dass wir uns vernetzen können (die richtigen Marketing-Versionsnummern bitte selber eintragen :) ).

Was ich auf jeden Fall auch noch ausprobieren will, ist wie man das Teil mit eigenen Widgets füttern kann.  Ich melde mich dann. Ich habe das Teil bei der Namensvergabe während der Ersteinrichtung übrigens auf Winston getauft. So wie der Protagonist in Orwells 1984.

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Firefox 3 Beta 4

11. März 2008 - 21:39 Uhr

Heute im Firefox-Himmel: Firefox 3 Beta 4 ist da, heute den ganzen Tag eine Extension gecoded und außerdem Fasterfox 2 angepasst. Was für ein Tag :) Die neue Beta hat zumindest auf dem Mac einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht die Startzeit hat sich massiv verbessert und sie sieht noch schnuckeliger aus.

UPDATE: Fasterfox 2 für Firefox 3

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Fasterfox 2 für Firefox 3.0b3

10. März 2008 - 19:05 Uhr

Weil ich mit der Beta 3 von Firefox 3 langsam auf die neue Version umziehe und Fasterfox benötige, habe ich die aktuelle Version 2.0.0 auf maxVersion 3.0b3 gepatched.

Download Fasterfox 2.0.0 for Firefox 3.0b3

UPDATE: Fasterfox 2 für Firefox 3

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Flash CS 4 mit offenem Dateiformat?

10. März 2008 - 03:05 Uhr

Flash ist ja eines der Lieblingsthemen bei religiös oder philosophisch motivierten Webdeveloper-Diskussionen. Dann geht’s entweder um komplette Flash-Sites (selten gut oder notwendig), das Genöle darüber, dass ein Plugin benötigt wird (könnte bei der Marktdurchdringung irrelevanter kaum sein) oder – und hier wird’s interessant – darum, dass das Format nicht offen sei. In der Tat haben Macromedia, bzw. mittlerweile Adobe immer schön den Daumen auf dem Dateiformat gehabt. Die Lizenzbestimmungen von Flash haben meines Wissens sogar verboten, eine Flash Authoring Tool in Flash zu programmieren. Das scheint sich jetzt aber zu ändern. Laut einem Post im moockblog plant Adobe für Flash CS 4 ein neues Dateiformat. Das neue XFL Format basiert auf .zip und enthält alle Assets in einer Ordnerstruktur, anstatt sie im .fla zu verstecken. Beschrieben wird die Struktur in einer XML Datei. Es bleibt abzuwarten, inwieweit Adobe das Format wirklich offenlegt. Interessant ist auch die Frage, ob dieser Schritt etwas mit der drohenden Konkurrenz zu Microsofts Silverlight zu tun hat (wobei mir da gerade einfällt, dass es laut Andeutungen von Steve Jobs wohl keinen Flash Player für das iPhone geben wird, aber Microsoft angeblich einen Silverlight Player für das Apple Smartphone plant).

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TextMate ade, Hallo Komodo Edit

8. März 2008 - 20:02 Uhr

Das hat mich wirklich endlos genervt: die Suche nach einem gutem Editor für Mac OS X. “Mac-Fanboys” (*schauder*) halten ja oft TextMate für den großartigsten Editor aller Zeiten. Zugegebenermaßen ein nettes Teil, aber zu einer solchen Aussage kann man sich eigentlich nur hinreißen lassen, wenn man den Default-Editor unter OS X, Textedit, als Benchmark heranzieht. Mit dem Konzept der Bundles kann man das Ding massiv aufmotzen und das halbe System damit steuern. Die Autocompletion ist auch nett. Allerdings sind die wesentlichen Funktionen eines Texteditors bei TextMate teilweise so armseligst implementiert, dass ich ihn hassen gelernt habe. Wie kommt man zur Hölle auf die Idee, dass ein markierter Text nicht automatisch im Find Dialog eingetragen wird und man als Anwender nochmal Command+V drücken muss? Oder man zum Ein/Ausrücken mehrerer Zeilen irgendeine dämliche Tastenkombination verwenden muss (die in deutscher Tastaturbelegung natürlich nicht funktioniert)? Und die Autoindentation – bah! Diffen? Is nich. Alles in allem extrem Un-Mac-ig und mager. Bis auf das extrem schöne Rendering, das meinen Lieblings-Windows Editor jEdit leider völlig ausschliesst. BBEdit ist irgendwie auch vor ein paar Jahren stecken geblieben. Dann gibt’s noch Aptana oder direkt Eclipse. Auch schön. Aber nicht als Editor.

Und jetzt die Erlösung: Komodo Edit ist vor ein paar Tagen zu Open Source geworden! Komodo und ActiveState waren mir immer schon extremst sympathisch. Zum einen, weil Komodo meines Wissens die erste Applikation war, die auf Mozilla als Plattform gesetzt hat, und das schon im Jahr 2000 als alle Welt noch dachte, Mozilla wäre “nur” ein Browser. Komodo Edit AutocompletionZweitens kann man mit den Jungs von ActiveState prima Bier trinken gehen. Und drittens: das Teil läuft einfach. Und wie! Sieht schön aus, rendert schnuckelig, hat einen riesigen Haufen Templates (vor allem für Mozilla Development :) ), unterstützt alle möglichen Sprachen und hat die großartigste Autocompletion, die ich kenne. xmlns: tippen und schon poppt eine Liste auf, aus der man die gängigsten Namespaces auswählen kann. Schönes Folding, schöne Anzeige des Indentationlevel, Blöcke kommentieren, Macros, diffen, eigene Extensions, in Ordnern suchen. Danke, ActiveState!

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