Willkommen, Chumby!
Heute konnte ich endlich meinen Chumby in Empfang nehmen, den ich mir aus USA habe mitbringen lassen. Erster Eindruck nach dem Einstöpseln und der Konfiguration: Killer! Chumby ist ein Web-enabled Device, dass sich mittels Wi-Fi mit dem Web und in Widgets Inhalte wie Flickr-Streams, Newsfeeds, Webcams, Wetter, Spiele und vieles andere darstellt. Die Auswahl und Konfiguration der Widgets wird auf dem Chumby-Server erledigt. Daneben funktioniert das Ding noch als Uhr, Wecker, Radio (Shoutcast) und E-Mail-Reader. Der Interaktion mit den Widgets findet über den Touchscreen statt, der etwas kleiner als eine Zigarettenschachtel ist, und ein wenig träge. Die Bildqualität ist ok, aber nicht umwerfend (auf jeden Fall nicht in der Klasse eines modernen Handy-Display). Der Chumby sieht dabei überhaupt nicht wie eines der üblichen glänzenden High-Tech Spielzeuge aus, sondern kommt in einer knautschigen Lederhülle. Die gesamte Marke wird dabei eher in “ach, wie niedlich”-Ecke positioniert.
Alles in allem ein extrem interessantes Gerät, das zumindest nach einem Tag rumspielen keine Macken gezeigt hat und mich total überzeugt hat. Faszinierend, dass mit diesem Konzept die Idee der Widgets meines Wissens zum ersten Mal einen “richtigen” Computer verlassen, und in einem einfachen Gebrauchsgegenstand auftaucht. Ich würde sagen, dass sind die ersten Boten des kommenden Web. Das was von Berners-Lee als Ubiquitous Web bezeichnet wird, also die komplette Durchdringung des Web in alle Lebensbereiche. Im Moment freuen wir uns ja noch, dass wir uns vernetzen können (die richtigen Marketing-Versionsnummern bitte selber eintragen
).
Was ich auf jeden Fall auch noch ausprobieren will, ist wie man das Teil mit eigenen Widgets füttern kann. Ich melde mich dann. Ich habe das Teil bei der Namensvergabe während der Ersteinrichtung übrigens auf Winston getauft. So wie der Protagonist in Orwells 1984.

Ich habe mir jetzt auch ein Chumby bei Amazon bestellt. Ich bin sehr zufrieden und teuer sind sie auch nicht mehr.
Ein Versuch lohnt auf jeden Fall! Die Dinger machen Spaß!