Archiv für Februar 2009


Geschenkwunsch

28. Februar 2009 - 23:55 Uhr

Nach dem Genuss der viertletzten Episode der epischsten aller möglichen Scifi-Sagas (für nicht regelmäßige Leser: Battlestar Galactica) bin ich mal auf die Scifi.com BSG Homepage gestreunt und von da aus dann weiter in den Store. Größtenteils völlig liebloses Zeug, das einem die Entscheidung leicht macht, sein Geld nicht für Merchandising-Müll rauszuhauen. Dachte ich. Bis ich nach einigen Klicks beim lebensgroßen Cyclon Centurion Robot gelandet bin. Der aber dann sowas von blitzartig mein Merchandising-Zentrum im Gehirn gereizt hat, dass ich fast sabbern musste :-) . 2,10 Meter hoch, Fiberglas und Metall, mit LED Visor und Sound, 136 kg. 8590,- US Dollar. Die Kaufentscheidung ist zwar gefallen, die Ausführung verschiebe ich aber auf den Tag meines großen Lottogewinns oder nachdem ich bei Günther Jauch die Million abgeräumt habe. Da ich weder Lotto spiele, noch vorhabe mich bei WWM anzumelden (gibt’s das überhaupt noch?) verweise ich hiermit auf meinen nächsten Geburtstag in 3,5 Monaten. Das passt auch zeitlich, der Centurio wird am besten verschifft, sonst ist es zu teuer.

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Virtualisierte Browser

24. Februar 2009 - 18:31 Uhr

Testzwang mit unterschiedlichen Browsern ist eindeutig PITA. Multiple IE ist zwar nett, allerdings verhalten sich die IEs nicht so, als ob sie alleine auf dem System wären, ich habe häufig irgendwelche komischen Effekte, die bei Standardinstallationen nicht auftreten, betreut wird Multiple IE mittlerweile auch nicht mehr. Der verbleibende Weg über z.B. Virtual PC ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Ziemlich perfekt fühlen sich die virtualisierten Browser an, die Xenocode als .exe, also nur für Windows, anbietet: ein Doppelklick und in ein paar Sekunden ist der Browser gestartet. Xenocode bietet auf der Homepage sieben verschiedene Browser an: IE 6, 7, 8, Opera 9.6.3, Safari 3.2.1, Chrome 1.0 und Firefox 3.0.6. Großartig :-)

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How not to do web development (?)

24. Februar 2009 - 03:35 Uhr

Via ycombinator bei Google Docs auf How not to do web development gestossen. Dort ist folgendes Codebeispiel (echter Code aus der pylon Doku):

${c.employees.pager(‘Page $page: $link_previous $link_next ~4~,
onclick=”$(‘#my-page-area’).load(‘%s’); return false;”)}
<ul>
% for employee in c.employees:
<li>${employee.first_name} ${employee.last_name}</li>
% endfor
</ul>

Das sind 5 Sprachen in 7 Zeilen. Ob das so sein muss oder sollte, ist ein gutes Gesprächsthema bei einem gemütlichen Abend mit übersüßten Energydrinks, die Entwickler grundsätzlich trinken. Aber auch ein sehr gutes Indiz dafür, dass die Gehaltsregion auch für gute Web Developer üblicherweise eine Etage zu niedrig angesetzt ist. Für Leser, die nicht aus dem Fach sind: Web Developer sind historisch üblicherweise auf der untersten Sprosse der nach oben offenen IT-Gehaltsleiter.

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The Dark Ages: MySpace

24. Februar 2009 - 01:49 Uhr

Gerade vom Hölzken auf’s Stöcksken gekommen. Auf Daniels euphorische Empfehlung, ich sollte mir mal wieder James Lauer geben (den eigentlich ich ihm empfohlen habe), schießen mir Mixe aus der Zeit in den Kopf, in dem ich einige von Lauers Mixen hoch und runter gehört habe. Darunter auch Rez, dessen Ontourage Mix, mittlerweile über 4 Jahre alt, immer noch… ok, auf jeden Fall habe ich angefangen zu googlen. Im Hintergrund der Mix. Schwer zu finden, der Knabe. Rez scheint aus mir unbekannten Gründen aber als Namensbestandteil für Musiker, bzw. DJS, ziemlich beliebt zu sein.

Und wo landet man, wenn man nach dieser Spezies sucht? Richtig, auf MySpace. Und zu meiner Gelegenheit loszuwerden, was mir schon lange auffällt: wie unglaublich, unglaublich schlecht sind bitte die allermeisten MySpace-Seiten? Und zwar in jeder Hinsicht: wer stellt solche Templates her? Wer geht davon aus, dass man hellrote Schrift auf einem gekachelten Butterblumen-Hintergrund lesen kann? Will wirklich irgendjemand direkt mit irgendeinem Profilsong zugemüllt werden? Während das Gehirn verzweifelt versucht, irgendeine Art von visueller Ordnung herzustellen, um die locker auf der Seite ausgeschütteten Textbereiche aufnehmen zu können.

Für mich ist MySpace daher meistens wie eine Zeitreise in die 90er, zweite Hälfte. Da sahen die meisten Homepages genauso aus. Mit einer Vielzahl an rotierenden, schlecht freigestellten GIFs, bei deren Anblick man das Gefühl hatte, während der Eröffnungsfeier der olympischen Spiele dem Blitzlichtgewitter der Haupttribüne zuzuschauen. Und Farbkombinationen, die aus dem kombinierten Antipattern aller bekannten Konstruktionsregeln für harmonische Farben gebildet wurden. Auf jeden Fall erstaunlich, wie 10 Jahre visuelle und strukturelle Evolution von Websites anscheinend spurlos an MySpace vorbei gegangen sind.

Rez habe ich dann schließlich auch auf MySpace gefunden. Nach einer ziemlichen Link- und Knobelsession, weil Google nichts ausgespuckt hat. Dann merkt man dann doch, dass man in der Neuzeit ist.

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ssjs: v8 + v8cgi + apache + libxml + libxslt

22. Februar 2009 - 15:42 Uhr

Großartig: seit gestern Mittag, gegen 11:30, ist Server-side JavaScript Wochenende. Was auf dem Plan stand: Googles v8 JavaScript Engine compilen, v8cgi compilen, im Apache zum Laufen bekommen. Danach dann libxml und libxslt anschauen und trotz C und C++ Kenntnissen, die gegen Null gehen, v8cgi erweitern um eine Methode für XSLT Transformationen. Kenntnisse von static und dynamic Libraries in gnu Linux Welt, compilen, linken: wenig. Arbeiten in XCode mit C / C++ auch kaum.

Ca. 12 h netto später: fertig.

Unterwegs: Bug in lokaler MacPorts Umgebung gefixed und System Upgrade mit haufenweise Problemen hingebogen. Bug in v8cgi gefixed, die Include-Pfade wurden nicht korrekt gesetzt. Mit  fehlerhaften Include-Pfaden und falschen Header-Versionen rumgeärgert und gefixed. Mich mit versteckten Dateien in Open/Save-Dialogen OS X geplagt.

Fazit: libxml und libxslt sind wirklich so grauenhaft dokumentiert, wie immer behauptet wird. Die Lernkurve war grauenhaft. Aber es extrem viel Spass gemacht :-) . Eigentlich müsste jetzt der Spassteil kommen, auf den ich eigentlich hinauswollte: shared Pageflows für Client und Server.

Danke an die Entwickler von v8cgi: schönes Projekt und gut organisierter, erweiterbarer Code. Jetzt müssten die Jungs von v8 nur noch E4X einbauen.

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Maßgeschneiderte Performance

18. Februar 2009 - 15:08 Uhr

Das wir unseren Kunden den Internet Explorer 7 als Download anbieten, ist ja schon schlimm genug. Einen größeren Gefallen würde man sich jedenfalls mit dem Hinweis auf einen schnelleren Browser tun, schließlich fällt mangelhafte Performance in der Wahrnehmung der Kunden nicht dem Browser, sondern unseren Applikationen zu. Die Krone bekommt das ganze dann durch die Formulierung “maßgeschneiderte Performance” aufgesetzt. Was, bitte schön, soll denn “maßgeschneiderte Performance” sein? Vielleicht sowas wie, egal wie schnell der Rechner ist, an dem ich arbeite, es fühlt sich immer einen Tick zu langsam an? Oder, je wichtiger etwas ist, das ich erledigen muss, das System bremst mich immer gerade so aus, das ich es nicht mehr innerhalb eines gegebenen Zeitraums schaffe. Brillant auch folgende Formulierung: “Die Vollversion des optimalen Browsers, perfekt zugeschnitten auf die große…”. Der OPTIMALE Browser also. Muss mir in den letzten 13 Jahren völlig entgangen sein, dass es eine objekte Bewertungsmatrix für Browser gibt und der IE 7 dort die maximale Punktzahl erreicht hat. Wer hat diesen Text geschrieben? Können wir mal reden?

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real LOLer

18. Februar 2009 - 02:41 Uhr

Einen der seltenen Fälle, wo ein LOL wirklich bedeutet, dass man alleine vor dem Rechner laut auflacht, präsentiere ich hiermit voller Freude.

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Kick it

17. Februar 2009 - 16:10 Uhr

Ahhhh… Kleine Anekdote während mir wohlige evolved.fm Schauer über den Rücken laufen: Sommer 2004 in Istanbul, ein Klamottenladen auf der Istiklal Caddesi – zweifellos eine der schönsten Straßen der Welt – wie ich ihn dort nicht erwartet hätte. Beim Wühlen durch Haufen von Jeans merke ich plötzlich, wie mir der Sound das Kleinhirn kitzelt, progressiv, ultra-treibend, gerade genug tribalig und mörderischen Darbuka Solos. Ab zum Verkäufer und mit Händen und Füßen nach CD und DJ gefragt: DJ Tarkan, nicht zu verwechseln mit dem Schikidüm-schikidüm Tarkan, einer der angesagtesten Local Heroes. Dreißig Minuten später halte ich dann eine für mich gebrannte CD in den Händen (an dieser Stelle nochmal Dank an den netten Verkäufer). Wertung: Weltklasse. So sehr, dass ich im Sommer 2005 nach Wien gefahren bin, weil er dort auflegen sollte. An dieser Stelle herzlichen Dank an die österreichischen Einwanderungsbehörden, die leider kein Visum ausstellen wollten, wie wir in der Schlange des Clubs erfahren haben. Und jetzt vorgespult ins Jahr 2008: Im Dezember bekomme ich von einem Freund eine CD, unter anderem mit Release Yourself Radioshows von Roger Sanchez. Mit einem Guest Mix von DJ Tarkan. Vorgespult zum Grund des Posts: auf evolved.fm läuft gerade Perspectives 22 von Darin Epsilon. Guest Mix: DJ Tarkan. Man merkt es geht voran, die internationalen Gigs werden immer häufiger, Auftritte in bekannten Shows auch. Und was ich eigentlich nur sagen wollte: Danke für saugute Mixe, danke für’s Veröffentlichen auf der Homepage und viel Erfolg weiterhin. Kick it!

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Simpsons in HD und mit neuem Opener

16. Februar 2009 - 16:28 Uhr

Wohl nirgendwo fällt der Unterschied zwischen good old PAL/NTSC- und HDTV-Auflösungen unangenehmer aus als bei den Simpsons. Wer schon mal eine Episode auf einem großen Full HD-Fernseher gesehen hat, weiß was ich meine. Nach 429 Episoden gab es mit der gestern ausgestrahlten Folge Take My Life, Please zwei Neuerungen: ab jetzt in HD und mit neuem Opener.

Der neue ist von der Story identisch, nur wesentlich bunter und mit viel mehr Details. Schön: Homer wird am Ende von Marges Auto erwischt und durch die Tür geschossen. Insgesamt bin ich mir nicht sicher, ob es mir gefällt. Ich fand schon den Film graphisch viel zu opulent und detailreich, irgendwie scheint dabei die Cartoon-Seele verloren zu gehen.

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Cross Browser CSS Hass Amok

13. Februar 2009 - 16:05 Uhr

*arrggghhh* **ratatata** //blut// *schlitz* **ausweid** Nichts, aber auch wirklich gar nichts, nichts kommt auch nur in weite Ferne des Aggressionslevel, den ich erleide, wenn ich gezwungen bin, mit CSS rum zu machen. Cross Browser. Mit diesem stinkenden, eitrigen Ausfluß aus Redmond namens Internet Explorer 6. Oder 7. Bis zum bersten mit kochendem Blut gefüllte Stirnadern, die sich aus verkrampfter Gesichtsmuskulatur schälen.  Nervös tappende Füße auf dem Teppichboden, die sich wünschen, der Rest des Körpers würde sich mit einem Bolzenschussgerät bewaffnet auf den Weg nach Redmond machen. Am besten per Zeitmaschine ins Jahr 2001. Oder, noch besser, in die Zeit des ersten Browserkrieges. Den Baum fällen, von dem die stinkenden Früchte gefallen sind, die seit mehr als einer Dekade das Web verpesten. Die ganze Szene dann in Form eines Tribunals, ich bin Richter und Henker zugleich. “Angeklagte, sie haben sich des Verbrechens gegen die Menschlichkeit und der Prinzipien der Berechenbarkeit und Logik schuldig gemacht. Sie haben hunderttausende von Stunden zusätzlicher peinvoller Arbeit verursacht, der volkswirtschaftliche Schaden und die erlittenen seelischen Schäden sind nicht zu beziffern.” “Aber Bill hat gesagt, dass…” “Schuldig!” *pfump* *pfump* *pfump*

Ahhhh. Das hat gut getan. Jetzt wieder fröhlich an’s Werk. Und dem Herrngott danken, dass das nur noch in Ausnahmefällen meine Aufgabe ist. Schönes Wochenende :-)

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