Platform Lock-in ausgehebelt

Vor einigen Tagen habe ich noch freundlich die Android-Freunde darauf hingewiesen, dass auch dort nicht alles so frei ist wie es scheint. Entsprechende Fallbeispiele zum Verhalten von Apple sind bekannt und nichts neues. Bemerkenswert fand ich in diesem Zusammenhang die heutige Veröffentlichung einer neuen Gmail Version, optimiert für iPhone und Android. Bemerkenswert deswegen, weil Apple im September 2008 eine Mail Applikation aus dem App Store geschmissen hat, weil diese aus Sicht des weißen Riesen aus Cupertino in Konkurrenz zum eingebauten Mailer des iPhones steht (was laut Lizenz nicht erlaubt ist). Und was kann Apple gegen Gmail machen? Jar-nüscht, denn es ist eine Browser Anwendung, und die kann Apple nicht verbannen.

Als nächstes kommt dann eine akzeptable Konkurrenz zum Kalender und allem anderen was nicht direkten Zugriff auf die Hardware benötigt. Nur: in der stetigen Evolution moderner Browser wird auch diese letzte Bastion wahrscheinlich immer stärker bedrängt, der neue Firefox kann nativ, also ohne Plugins, Videos darstellen und es gibt Vorschläge für eine Webcam API für Browser.

Das Einsperren der Anwender auf die eigene Plattform ist auf lange Sicht zum Scheitern verurteilt. Gut, dass man zumindest im Fall von Gmail Google in die Hände fällt, ist noch ein anderes Thema, aber auch dort gibt es genug Konkurrenz.

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