6. April 2009 - 21:53 Uhr
Großartig verwirrender Titel, oder? Natürlich rede ich nicht vom Winter, sondern von Leoparden. Snow Leopard, um genau zu sein, OS X 10.6. Kommt wahrscheinlich zur WWDC im Juni. Und ich hoffe, die haben einen ganzen Sack voller Neuigkeiten. Denn: Apple Mail ist einfach scheisse – sogar im Vergleich zu Outlook! – , Spaces sind ein Witz, dem Finder würde es ebenfalls gut zu Gesicht stehen, mal poliert zu werden. Ich will zum Beispiel keine Dialoge mehr sehen, die sich seit System 7.5 optisch nicht verändert haben (siehe Dateien kopieren).
Ich habe zum Beispiel ca. 1500 Mails in der Inbox und Mail ist schnarchlahm. Das fühlt sich nicht nach Core Data, sondern nach Core C64 an. Spaces sind auch keine Spaces, denn das würde ja Räume heißen, mehrere also. Das schöne an verschiedenen Räumen ist ja, dass man sie anders aussehen lassen kann. Und andere Sache drin sind. Bei Spaces liegt aber immer der gleiche Kram drauf und das Aussehen lässt sich nicht anpassen. Die sind also so unintuitiv, wie es nur geht.
So, jetzt ist aber gut. Bevor die Sachen, die mich bei OS X ärgern, auch nur näherungsweise in die nervenzerfetzende Region kommen, in der ich mich nach 8 Jahren Windows befunden habe, ist Grönland eisfrei. Aber es schneit ja bald.
Kommentieren » | News
4. April 2009 - 12:58 Uhr
Adobe habe ich bisher nicht unbedingt in die im Verhältnis zum Rest überschaubare Runde freundlicher Unternehmen gesteckt, siehe zum Beispiel die Photoshop-Preispolitik. Was ich gerade entdeckt habe, fand ich allerdings so nett, dass ich’s posten muss: Adobe bietet in einer begrenzten Aktion allen Entwicklern, die “von der gegenwärtigen ökonomischen Situation getroffen und arbeitslos” sind, die Vollversion von Flex Builder 3 Professionell kostenlos an. Dafür darf man es nur privat verwenden und verliert die Lizenz bei Aufnahme einer Beschäftigung wieder. Mehr Infos und die komplette Lizenzvereinbarung bei Adobe. Sehr schöne Sache.
Kommentieren » | News
2. April 2009 - 17:31 Uhr
Dieses Geblubber, was für ein unglaublich offener Standard Android ist – vor allem im Gegensatz zu den bösen Jungs von Apple und ihrem App Store – fand ich immer ein wenig anstrengend. Aber bei Google heißt es ja immer so schön “don’t be evil” und die Welt schluckt es bisher weitgehend widerspruchslos. Gut, bei Android muss man sich nicht als Developer registrieren und auch noch dafür zahlen, dass man hilft die Plattform attraktiver zu machen. Freiheit besteht aber nicht nur darin, entwickeln zu dürfen, sondern die Früchte dessen auch vertreiben zu dürfen. Im Moment läuft das alles über den Android Market und der ist eben nicht frei. Erstes Opfer scheint eine Tethering-Software zu sein, mit der man sein in Joghurtbecherplastik gehülltes, wackliges G1 als Modem am Laptop betreiben kann. Das ist gegen die Lizenzvereinbarung. Alles weitere im ITWorld Artikel. Willkommen in der Realität, liebe Android Entwickler.
2 Kommentare » | News
31. März 2009 - 19:31 Uhr
Meine illegalen Aktivitäten mit dem iPhone beschränken sich auf den Jailbreak und den SIM Unlock. Programme, die mich interessieren, kaufe ich im App Store. Dass es anscheinend auch eine “Warez” Szene für das iPhone gibt, war mir bis vor ein paar Wochen neu. Und das es da so richtig heiß hergeht, habe ich via SpOn erfahren. Gecrackte App Store Programme gab es demnach zuerst mit Hilfe von Appulous. Finanziert hat Hackulo.us, der Betreiber des Dienstes, sich über Spenden. Bis dann Mega aufgetaucht ist. Und bei denen ist nichts mit nöppes, sondern man finanziert sich über Subscriptions. Für 9,99$ im Monat, 23,99$ pro Quartal, 41,99 für sechs Monate. Was wiederum Appulous, bzw. Hackulo.us gar nicht gefallen hat. Piratenehre, und so. Und deswegen hat man dort Grabulous entwickelt, mit denen man die auf Mega gehosteten Programme ziehen kann. Für nöppes. Mit der schönen Begründung, “wenn schon zahlen, dann an die Entwickler der Programme.” Wie würde Nelson sagen: “Haha”.
Und warum habe ich nichts verlinkt? Weil ich es affig finde, Applikationen, von denen die meisten nicht teurer als 7,99 sind, zu klauen. Wer sich den Luxus eines iPhone leisten kann, sollte sich nicht wie ein Asi verhalten und Äpfel aus der Auslage klauen.
1 Kommentar » | News
31. März 2009 - 17:59 Uhr
Schon wieder Twitter-related: wer vermeiden will, dass das eigene Twitter-Profil bei Google als Toptreffer für den eigenen Namen gelistet wird und das mühsam gepflegte Blog nur unter ferner liefen, sollte Links innerhalb des Blogs mit einem rel=”me” versehen. Also zum Beispiel die Verlinkung auf die Hauptseite vom Key Visual oder auf die About Seite statt <a href=”http://blog.formatvorlage.de/…”>… mit <a href=”http://blog.formatvorlage.de/…” rel=”me”>.
Gefunden in Marshall Kirkpatricks Blog.
Kommentieren » | News
31. März 2009 - 17:34 Uhr
Ich habe in letzter Zeit wirklich interessante Demos und Spots von Microsoft gesehen, unter anderem die Vision für das Jahr 2020 der Microsoft Research Labs oder die unglaublichen Photosynth Demos. Aber, es geht natürlich auch schlechter. Viel schlechter. So zu bestaunen im Microsoft Songsmith Spot. Ich kann mich erinnern, vor Jahren mal eine beeindruckende Demo von Songsmith gesehen zu haben und rausgekommen ist dann das. Ein Alptraum, der an den Mainstream der 50er erinnert. Oder an schlimme dystopische Science Fiction Filme. “Oh, it’s from Microsoft. So it’s pretty easy to use, right?”. Yea, right…
Ich vermute, dass das exemplarisch den Unterschied zwischen der Jahr 2020 Vision und den dann erhältlichen MS Produkten widerspiegelt.
Kommentieren » | News
31. März 2009 - 17:20 Uhr
Einen sehr interessanten Blickwinkel zum Thema Facebook vs. Twitter, der sich nicht zum hunderttausendsten Mal mit irgendwelchem halbgaren Businessgeplapper aufhält, präsentiert Bokardo in Relationship Symmetry in Social Networks.
Facebook nimmt Twitter mittlerweile als ernstzunehmenden Konkurrenten wahr, was man z.B. am gescheiterten Übernahmeversuch oder am Redesign einiger Bereiche erkennen kann, die sich dem Twitter-Stil angenähert haben. Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Diensten, nämlich die Verwaltung von Beziehungen zwischen Usern. Während Facebook ein symmetrisches Modell verwendet, kommt bei Twitter ein asymmetrisches zum Einsatz. Der Unterschied ist einfach: während bei Facebook-User immer gegenseitig verbunden sind, ist das bei Twitter nicht der Fall. Ich kann Follower eines Users sein, dieser muss aber nicht notwendigerweise ein Follower von mir sein. In diesem asymmetrischen Modell gibt es vier verschiedene Zustände von Beziehungen zwischen zwei Usern, bei symmetrischen Modell von Facebook hingegen nur zwei.
Der entscheidende Unterschied zwischen beiden Plattformen ist, dass Facebook persönliche Beziehungen abbildet, Twitter aber Beziehungen, die auf Aufmerksamkeit basieren. Dies kommt der natürlichen Art, wie Beziehungen zwischen Menschen funktionieren, näher und letztendlich kann damit der Social Graph vollständiger abgebildet werden.
Und jetzt verstehe ich, warum Facebook Twitter als Bedrohung ansieht.
Kommentieren » | News
30. März 2009 - 12:42 Uhr
Ars Technica berichtet in einem Artikel über den Status von Google Chrome für Mac OS X. Nachdem Mike Pinkerton Mitte Februar von einer ersten Version berichtet hat, war man bei Google extrem fleißig und hat das Projekt ein gutes Stück weitergetrieben. Es ist allerdings noch weit davon entfernt, auch nur zum Testen von Pages eingesetzt zu werden. Laut Google soll man im Laufe des Herbst mit einer Beta rechnen können.
Kommentieren » | News
28. März 2009 - 20:59 Uhr
Zwei Dinge, die mir heute, an einem – bisher – völlig IT-freien Tag hängen geblieben sind, doch irgendetwas mit dem Thema zu tun haben und vor allem so dermaßen verbogen sind, dass sie an Lügen grenzen.
1. Heute Mittag im Radio gab’s wieder neue Enthüllungen über den Umfang der Spitzelaffäre bei der Bahn. Es wurde auch in den Mails von GDLern geschnüffelt. Ob der per Mail verschickte Streik-Aufruf illegal war kann ich nicht beurteilen, würde es aber stark anzweifeln. Aber richtig groß ist die Aussage, dass man der Sache erst so richtig nachgegangen ist, weil durch die “im großen Umfang” verschickten Mails das interne Mailsystem der Bahn zusammengebrochen ist. Was wollte ich sagen… richtig, ROFL. Laut Wikipedia hatte die Bahn 237.078 Mitarbeiter zum 31.12.2007. Ich würde stark vermuten, dass die Mailserver auf solche Größenordnungen ausgelegt sind. Dementsprechend kann wohl kaum eine, oder von mir aus fünf, Mails die jeweils an einen Mitarbeiter geschickt wurden, die Server zusammenbrechen lassen. Das hört sich aber ganz toll an und ist bestens geeignet die öffentliche Meinung zu manipulieren. Und irgendwie isses auch ein bißchen terroristisch, oder?
2. “Tipps und Informationen für Eltern zum richtigen Umgang mit dem Urheberrecht”. Plötzlich befand sich diese dilletantisch auf spritzig getrimmte Broschüre auf dem Tresen der Videothek vor meinen Augen. Ich denk, greif’se direkt ma zu, nich? Auf der zweiten Seite begrüsst mich unsere Justizministerin Brigitte Zypries. Als treuer Staatsbürger habe ich selbstverständlich gelesen, was sie mir wichtiges mitzuteilen hatte: “…beläuft sich der wirtschaftliche Schaden durch Produktpiraterie und Markenfälschungen allein in Deutschland auf ca. 30 Milliarden Euro pro Jahr”. Uiuiui. Das stimmt nachdenklich. Vor allem wenn man bedenkt, dass da fröhlich einige Dinge, die gar nichts miteinander zu tun haben, in einen Topf geschmissen werden. Dramatisch wird es dann bei “Ungefähr 70.000 inländische Arbeitsplätze gehen dadurch jährlich verloren”. Und nicht nur das, durch Verbreitung illegaler Kopien können “attraktive Ausbildungsplätze, z.B. in der Filmbranche, … nicht mehr angeboten werden” oder, besonders dreist, “wird die kulturelle Vielfalt eingeschränkt” weil die Unternehmen immer weniger Mittel für kleine, innovative Projekte einsetzen können. Ich seh sie vor mir, die traurigen Augen der Filmstudenten die vor verschlossenen Hörsaalen stehen, weil Hänschen Müller seine Filme aus dem Netz saugt. Und die abgrundtiefe Verzweiflung in der Chefetage von z.B. Bertelsmann, weil man das in der Vergangenheit immer üppige Budget für Autorenfilme zusammenstreichen musste. Ich kann mich auf jeden Fall nicht erinnern, dass Medienkonzerne in meiner Jugend zur kulturellen Vielfalt beigetragen hätten. Wie denn auch? Die teuren Produktions- und Vermarktungsketten lassen doch gar keinen Platz für Dinge, die nicht in irgendeiner Form massentauglich sind. Kulturelle Vielfalt hat sich für mich dagegen in den letzten Jahren durch das Web eröffnet: kleine Bands, Musiker aus Leidenschaft, schräge Typen, die ich mit Sicherheit niemals im Mediamarkt gefunden hätte. Ihr könnt euch also eure “kulturelle Vielfalt” gerne in eure Dunkelkammern schieben, ich bleib bei meiner.
Kommentieren » | News
11. März 2009 - 14:29 Uhr
Die Computerworld meldet gestern, dass Gmail mal wieder für einige Kunden nicht erreichbar ist und das Problem möglicherweise 24 bis 36 Stunden bestehen könnte. Ich weiss nicht, wie der aktuelle Status ist, allerdings haben sich die wiederholten Meldungen über Gmail-Ausfälle verschiedener Art in meinem Kopf so angesammelt, dass dieser Gmail assoziativ mit unzuverlässig verknüpft. Der Computerworld Artikel enthält dazu eine gute Übersicht. Mein E-Mail Account in meinem 1&1 Web Hosting Paket (disclaimer: ja, ich arbeite bei 1&1 und nein, ich finde nicht alles toll, was wir machen) war in 5 Jahren einmal für wenige Stunden down. Ungezählt natürlich eventueller Ausfälle, die ich nicht mitbekommen habe, aber: was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
Und darin besteht genau das Problem: die Augen der Business-Welt sind so auf Google, ihre Dienste und das ganze SaaS-Thema fixiert, das solche Ausfälle viel schwerer ins Gewicht fallen und sich weit über den Kreis der Betroffenen hinaus verbreiten. Bedenkt man, dass laut einer Studie von Gartner aus dem letzten Jahr das mit Abstand wichtigste Argument gegen die Verwendung von Cloud-based/SaaS-Applications mangelndes Vertrauen ist, sind solche Störungen ein absolutes Desaster. Denn dummerweise sind potentiell alle Kunden betroffen, also auch die Premier-User, weil alles von den gleichen Kisten kommt.
Auf jeden Fall hat Google damit ein Problem. Alle anderen, die unterhalb des Aufmerksamkeitsradars fliegen, kommt das natürlich sehr gelegen.
Kommentieren » | News