24. Februar 2009 - 18:31 Uhr
Testzwang mit unterschiedlichen Browsern ist eindeutig PITA. Multiple IE ist zwar nett, allerdings verhalten sich die IEs nicht so, als ob sie alleine auf dem System wären, ich habe häufig irgendwelche komischen Effekte, die bei Standardinstallationen nicht auftreten, betreut wird Multiple IE mittlerweile auch nicht mehr. Der verbleibende Weg über z.B. Virtual PC ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Ziemlich perfekt fühlen sich die virtualisierten Browser an, die Xenocode als .exe, also nur für Windows, anbietet: ein Doppelklick und in ein paar Sekunden ist der Browser gestartet. Xenocode bietet auf der Homepage sieben verschiedene Browser an: IE 6, 7, 8, Opera 9.6.3, Safari 3.2.1, Chrome 1.0 und Firefox 3.0.6. Großartig
Kommentieren » | News
5. Dezember 2008 - 12:03 Uhr
Slashdot meldet, dass laut neuesten Zahlen von Net Applications Inc. der Anteil von Windows am Betriebssystem-Markt zum ersten Mal seit 1995 unter die 90% Marke gefallen ist. Yay!
Größter Gewinner ist Apple mit einem Marktanteil von fast 9%. Linux krebst bei ca. 1% rum. Was mich an einen schon lange auf seine Veröffentlichung wartenden Blogpost von mir erinnert, den ich jetzt einfach mal hier einschiebe: Liebe Slashdotter, auch 2009 wird nicht das Jahr des Linux-Desktop. So wie 2004, 2005, 2006, 2007 und 2008 auch nicht. So sehr ihr es euch auch wünscht und in schöner regelmäßigkeit wiederundwiederundwiederholt. Get real.
Kommen wir zur zweiten Marktanteil-Freude. Firefox hat in einigen Ländern mittlerweile einen Marktanteil von über 50%. Ok, es sind nur drei, und nicht gerade die wichtigsten Märkte des Planeten. Wenn ich das mit Zahlen von vor einem halben Jahr vergleiche, und der Trend weitergeht, werden es in weiteren sechs Monaten noch einige mehr sein. Wie man die Zahlen bewertet, bleibt jedem selbst überlassen. Klar ist, dass jeden Tag überall ein kleines Stückchen von IEs Marktanteil weggeknabbert wird, egal ob durch Firefox, Safari oder Chrome. Und das, liebe Freunde, sind abartige gute Nachrichten. Und eine kleine späte Genugtuung für ungezählte Stunden endloser Frustration, die ich mit diesem Drecksbrowser erlebt habe.
Kommentieren » | News
2. September 2008 - 00:46 Uhr
Auf dem offiziellen Google Blog wurde es noch nicht gemeldet [UPDATE: nachdem ich den Post jetzt 2 Stunden für eine Folge von The Wire liegen gelassen habe, ist auch dort mittlerweile ein Post aufgetaucht], aber Google Blogoscoped berichtet von einem per Mail verschickten Comic, in dem Google Chrome auf 38 Seiten vorgestellt wird. Der Comic wurde von niemand anderem als Scott McCloud, Autor von Understanding Comics und Making Comics, gezeichnet (zwei wirklich großartige Bücher im Comic-Stil). Einige der Keyfeatures – die großartig durch McClouds einzigartigen Stil erklärt werden – können sich wirklich sehen lassen:
- Eine komplett neu entwickelte JavaScript Virtual Machine, die mit zahlreichen Optimierungen gegenüber den bekannten Engines glänzen soll.
- Jeder Tab läuft in einem eigenen Prozess, das übliche Einfrieren des Browsers, wenn einer der Tabs die komplette Engine blockiert soll damit entfallen.
- Als Render Engine kommt Webkit zum Einsatz (erstaunlich, befinden sich doch zwei bekannte Firefox-Entwickler mittlerweile auf der Gehaltsliste von Google).
- Web Applikationen können in einem Chromeless Window gestartet werden.
- Es gibt einen Privacy Mode, um z.B. Geschenke an die Liebsten geheim zu halten [Na, klar, Geschenke
].
- Google Gears ist integriert.
- Ein Speed Dial ähnliches Features wie in Opera.
- Schutz vor Malware und Phishing durch permanenten Abgleich einer von Google bereitgestellten Blacklist.
Der gesamte Code soll unter eine Open Source Lizenz gestellt werden. Diesem Thema sind im Comic die letzten drei Seiten gewidmet, in denen man sich ausdrücklich bei Mozilla und Webkit bedankt (Opera hätte da wahrscheinlich auch noch reingehört, aber die sind halt nicht so nett wie die anderen, weil sie nicht OSS sind…). Ein Veröffentlichungsdatum wurde bisher nicht genannt, die Windows Betaversion steht aber anscheinend in den Startlöchern. UPDATE: Die Beta erscheint morgen.
Gemunkelt wurde ja schon lange, ob Google einen Browser herausbringt. Zuletzt war es eigentlich nur noch eine Frage des Wann. Der Schritt ist auf jeden Fall für Google extrem sinnvoll, nicht zuletzt wegen Android, in dessen SDK Webkit bereits zum Einsatz kommt. Interessanterweise erfolgt die Ankündigung einige Tage nach der Verlängerung des Mozilla-Google Deal (der Mozilla’s finanzielle Zukunft zumindest bis 2011 weiter absichert). Ein weiterer Player in der Browserarena ist sicherlich eine gute Sache, zu hoffen bleibt allerdings, das sich die “kleinen 4″, Firefox, Safari, Opera und Google Chrome nicht gegenseitig kannibalisieren und weiterhin an der lähmenden Marktmacht des Internet Explorer knabbern.
Kommentieren » | News