Gewagte These: Goliath tötet Goliath und alle sind froh

28. April 2010 - 08:51 Uhr

Gestern eine ziemlich gewagte aber interessante These gefunden: Google killt den Internet Explorer und rettet das Internet. Hört sich ziemlich einfach an und ergibt durchaus Sinn. Das Rezept: Google wird das VP8 Video Format freigegeben und hofft das dieser mangels wirklich freier Alternativen der Defacto-Standard für Video im Web wird. Im nächsten Schritt werden alle YouTube Videos standardmäßig als VP8 ausgeliefert. Damit wird die VP8 Rakete gezündet und alle Browserhersteller sind mehr oder minder gezwungen, VP8 zu implementieren (falls sie es bis dahin nicht ohnehin schon getan haben). Der nächste Schritt ist entscheidend: YouGoogleTube verkündet, dass die Unterstützung für Flash Video eingestellt wird. Pech für den Internet Explorer, denn der hat noch kein VP8. Ist aber kein Problem, denn dafür gibt es ja Chrome Frame. Dieses jubelt einer IE Installation die Renderengine von Chrome unter (also einen Webkit) und auch IE User können wieder Video gucken. Das Ergebnis: der IE ist nur noch Hülle, seine Render Engine verschwunden und das Web ist frei.

Naja. Es sind schon ziemlich viele Unbekannte in der Rechnung. Viele User könnten gar kein Chrome Frame installieren. Ist YouTube wirklich so wichtig? Auf der Mix2006 hatte Bill Gates außerdem verkündet, dass in Zukunft jedes Jahr eine neue IE Version kommen soll. Gut, dass hat bisher ja nicht funktioniert, aber es ist nicht klar, ob sich MS wirklich so schnell abhängen lassen würde. Falls es wirklich jemanden gibt, der soviel Marktmacht im Bereich Web Video) ausüben kann, ist es wohl eher die Pornoindustrie (sehr lesenswerter CNN Artikel). Mal abgesehen davon: ich weiß nicht, ob ich wirklich will, dass ausgerechnet Google das Web “rettet”. Die wirkliche Macht im Internet wird nicht der ausüben, der die am weitest verbreiteten Renderengine herstellt, sondern der, dem die meisten Daten gehören. Und deswegen ist Microsoft jetzt schon auf dem Weg eine ziemliche große Randnotiz in der Geschichte der IT zu werden. Der wirkliche Gegner, wenn man es denn so sehen will, ist jetzt schon Google.

Den Originalartikel auf dem isotoma Blog.

[UPDATE] Via Slashdot: Corporate IT just won’t let IE6 die.

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Status von Google Chrome für OS X

30. März 2009 - 12:42 Uhr

Ars Technica berichtet in einem Artikel über den Status von Google Chrome für Mac OS X. Nachdem Mike Pinkerton Mitte Februar von einer ersten Version berichtet hat, war man bei Google extrem fleißig und hat das Projekt ein gutes Stück weitergetrieben. Es ist allerdings noch weit davon entfernt, auch nur zum Testen von Pages eingesetzt zu werden. Laut Google soll man im Laufe des Herbst mit einer Beta rechnen können.

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