24. Februar 2009 - 03:35 Uhr
Via ycombinator bei Google Docs auf How not to do web development gestossen. Dort ist folgendes Codebeispiel (echter Code aus der pylon Doku):
${c.employees.pager(‘Page $page: $link_previous $link_next ~4~‘,
onclick=”$(‘#my-page-area’).load(‘%s’); return false;”)}
<ul>
% for employee in c.employees:
<li>${employee.first_name} ${employee.last_name}</li>
% endfor
</ul>
Das sind 5 Sprachen in 7 Zeilen. Ob das so sein muss oder sollte, ist ein gutes Gesprächsthema bei einem gemütlichen Abend mit übersüßten Energydrinks, die Entwickler grundsätzlich trinken. Aber auch ein sehr gutes Indiz dafür, dass die Gehaltsregion auch für gute Web Developer üblicherweise eine Etage zu niedrig angesetzt ist. Für Leser, die nicht aus dem Fach sind: Web Developer sind historisch üblicherweise auf der untersten Sprosse der nach oben offenen IT-Gehaltsleiter.
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22. Februar 2009 - 15:42 Uhr
Großartig: seit gestern Mittag, gegen 11:30, ist Server-side JavaScript Wochenende. Was auf dem Plan stand: Googles v8 JavaScript Engine compilen, v8cgi compilen, im Apache zum Laufen bekommen. Danach dann libxml und libxslt anschauen und trotz C und C++ Kenntnissen, die gegen Null gehen, v8cgi erweitern um eine Methode für XSLT Transformationen. Kenntnisse von static und dynamic Libraries in gnu Linux Welt, compilen, linken: wenig. Arbeiten in XCode mit C / C++ auch kaum.
Ca. 12 h netto später: fertig.
Unterwegs: Bug in lokaler MacPorts Umgebung gefixed und System Upgrade mit haufenweise Problemen hingebogen. Bug in v8cgi gefixed, die Include-Pfade wurden nicht korrekt gesetzt. Mit fehlerhaften Include-Pfaden und falschen Header-Versionen rumgeärgert und gefixed. Mich mit versteckten Dateien in Open/Save-Dialogen OS X geplagt.
Fazit: libxml und libxslt sind wirklich so grauenhaft dokumentiert, wie immer behauptet wird. Die Lernkurve war grauenhaft. Aber es extrem viel Spass gemacht
. Eigentlich müsste jetzt der Spassteil kommen, auf den ich eigentlich hinauswollte: shared Pageflows für Client und Server.
Danke an die Entwickler von v8cgi: schönes Projekt und gut organisierter, erweiterbarer Code. Jetzt müssten die Jungs von v8 nur noch E4X einbauen.
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3. Mai 2008 - 22:11 Uhr
Irgendwie hab ich geahnt, dass es mit MultipleIE Ärger gibt. So richtig unabhängig schien das alles nicht zu sein, außerdem haben z.B. Bookmarks nicht funktioniert und brachten bei Auswahl immer den Druckdialog zum Vorschein. Auch bei der Entwicklung und Debugging hatte ich häufig den Eindruck, dass das nicht wirklich der Internet Explorer 6 war, mit dem gearbeitet habe. Die Performance war noch mieser als gewohnt und es kann zu merkwürdigen Darstellungsfehlern, die ich von Systemen ohne MultipleIE nicht kannte. Für Entwicklung und Tests auf Produktionsqualitätsniveau kann ich von MultipleIE aus meiner Erfahrung nur abraten. Glücklicherweise hat Microsoft zum richtigen Zeitpunkt neue VirtualPC Images für Internet Explorer 6, 7 und 8 mit Windows XP und Vista freigegeben. Die gelinkten Images sind gültig bis zum 3. Juli.
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8. März 2008 - 20:02 Uhr
Das hat mich wirklich endlos genervt: die Suche nach einem gutem Editor für Mac OS X. “Mac-Fanboys” (*schauder*) halten ja oft TextMate für den großartigsten Editor aller Zeiten. Zugegebenermaßen ein nettes Teil, aber zu einer solchen Aussage kann man sich eigentlich nur hinreißen lassen, wenn man den Default-Editor unter OS X, Textedit, als Benchmark heranzieht. Mit dem Konzept der Bundles kann man das Ding massiv aufmotzen und das halbe System damit steuern. Die Autocompletion ist auch nett. Allerdings sind die wesentlichen Funktionen eines Texteditors bei TextMate teilweise so armseligst implementiert, dass ich ihn hassen gelernt habe. Wie kommt man zur Hölle auf die Idee, dass ein markierter Text nicht automatisch im Find Dialog eingetragen wird und man als Anwender nochmal Command+V drücken muss? Oder man zum Ein/Ausrücken mehrerer Zeilen irgendeine dämliche Tastenkombination verwenden muss (die in deutscher Tastaturbelegung natürlich nicht funktioniert)? Und die Autoindentation – bah! Diffen? Is nich. Alles in allem extrem Un-Mac-ig und mager. Bis auf das extrem schöne Rendering, das meinen Lieblings-Windows Editor jEdit leider völlig ausschliesst. BBEdit ist irgendwie auch vor ein paar Jahren stecken geblieben. Dann gibt’s noch Aptana oder direkt Eclipse. Auch schön. Aber nicht als Editor.
Und jetzt die Erlösung: Komodo Edit ist vor ein paar Tagen zu Open Source geworden! Komodo und ActiveState waren mir immer schon extremst sympathisch. Zum einen, weil Komodo meines Wissens die erste Applikation war, die auf Mozilla als Plattform gesetzt hat, und das schon im Jahr 2000 als alle Welt noch dachte, Mozilla wäre “nur” ein Browser.
Zweitens kann man mit den Jungs von ActiveState prima Bier trinken gehen. Und drittens: das Teil läuft einfach. Und wie! Sieht schön aus, rendert schnuckelig, hat einen riesigen Haufen Templates (vor allem für Mozilla Development
), unterstützt alle möglichen Sprachen und hat die großartigste Autocompletion, die ich kenne. xmlns: tippen und schon poppt eine Liste auf, aus der man die gängigsten Namespaces auswählen kann. Schönes Folding, schöne Anzeige des Indentationlevel, Blöcke kommentieren, Macros, diffen, eigene Extensions, in Ordnern suchen. Danke, ActiveState!
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