31. März 2009 - 17:34 Uhr
Ich habe in letzter Zeit wirklich interessante Demos und Spots von Microsoft gesehen, unter anderem die Vision für das Jahr 2020 der Microsoft Research Labs oder die unglaublichen Photosynth Demos. Aber, es geht natürlich auch schlechter. Viel schlechter. So zu bestaunen im Microsoft Songsmith Spot. Ich kann mich erinnern, vor Jahren mal eine beeindruckende Demo von Songsmith gesehen zu haben und rausgekommen ist dann das. Ein Alptraum, der an den Mainstream der 50er erinnert. Oder an schlimme dystopische Science Fiction Filme. “Oh, it’s from Microsoft. So it’s pretty easy to use, right?”. Yea, right…
Ich vermute, dass das exemplarisch den Unterschied zwischen der Jahr 2020 Vision und den dann erhältlichen MS Produkten widerspiegelt.
Kommentieren » | News
28. Januar 2009 - 14:07 Uhr
Aaah, MS-Bashing, ick hab dir so lieb jewonnen. Was muss ich gerade lesen: Microsoft plant allem Anschein nach, auch Windows 7 in einer lächerlich großen Anzahl von Varianten zu veröffentlichen. Also das gleiche Desaster wie bei Vista. Zumindest legt das ein Artikel mit zugehörigem Screenshot auf Tom’s Hardware nahe. Bei der Installation der aktuellen Beta-Version, build 7025 (die öffentliche Beta ist build 7000), gibt es die Auswahl zwischen Starter, Home Basic und Premium, Business und Ultimate. Von denen gibt’s dann auch wieder Varianten (OEM, nicht-OEM, wasweissich) und am Ende hat man dann reichlich Auswahl. Damit wird die Auswahl der richtigen Windows-Version so planungsintensiv wie eine Expedition in das Amazonasbecken mit einem internationalen Forscherteam um dort vom Aussterben bedrohte Amphibien auf Wirkstoffe gegen Dornwarzen bei über 55-jährigen Kioskbesitzern zu untersuchen. Das nur als grober Richtwert.
Ich kann mich erinnern, dass ich einige Posts zum Thema Varianten bei Windows gelesen habe und alle darin übereinstimmten, dass es kein cleverer Zug ist. Das sollte auch jeder User Experience Designer bestätigen. Laien werden mit einer solchen Auswahl erschlagen, und das allerletzte was man als Unternehmen auf dem Weg zur Geldbörse des Kunden haben will, ist dem Kunden ein Gefühl der Unterlegenheit zu verpassen. Wieder einmal macht Apple vor, wie es geht: ein OS in zwei ganz klar voneinander getrennten Varianten. Wobei man OS X Server normalerweise noch nicht mal im Regal stehen sieht. Kleine Box, keine Seriennummer, alles easy.
Und wo ich gerade bei MS bin: im Januar 2009 einen Online Music Dienst zu starten, der mit DRM arbeitet – weniger als zwei Wochen nachdem iTunes als größter Anbieter den Verzicht auf DRM verkündet – grenzt an Dummheit. Aber diesseits davon. Und weil alle Songs an das Handy gebunden sind, ist man leider in den Po gekniffen, wenn man dieses wechselt. Und wenn man dann als “Head of Mobile at Microsoft UK” auf die Frage, ob man denn wirklich erwartet, dass das Angebot angenommen wird, wenn die Leute alle 12-18 Monate ihr Handy wechseln, antwortet: “I didn’t realise phones were churning that quickly in the marketplace these days.”, dann muss man schon schwer mit der Realität unsynchronisiert sein.
Kommentieren » | News
17. Mai 2008 - 13:16 Uhr
Asus hat angekündigt, noch in diesem Quartal einige Versionen seiner P5-Serie mit Express Gate auszuliefern. Hinter dem Produktnamen Express Gate steckt Splashtop, ein Mini-Linux mit integriertem Firefox und Skype. Das Besondere ist, dass Splashtop direkt aus dem BIOS bootet, beim Einschalten des PCs ist das System bereits nach wenigen Sekunden bereit fürs Web und Telefonie. Das hört sich schon mal ziemlich nett an, richtige Sprengkraft bekommt das allerdings erst, wenn man sich vergegenwärtigt, wie viele Applikationen mittlerweile in das Web gewandert sind: E-Mail, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Termine, Präsentationen, Instant-Messaging, Fotoverwaltung, Bildbearbeitung? Alles da, und das ist erst der Anfang. Irgendwann braucht man den PC nur noch, um seine Hardware anschließen zu können, private Daten zu sichern und extrem rechenhungrige oder graphische Applikationen laufen zu lassen.
Asus plant, alle Mainboards mit dieser Technologie auszuliefern, pro Monat werden dann eine Million Kunden in den Genuss von Splashtop kommen und sich immer seltener dazu genötigt sehen, ihr Windows zu booten. In Zusammenhang mit dem zu beobachtenden Trend weg von Monstermaschinen, der die PC-Branche eigentlich in ihrer gesamten Geschichte begleitet hat und sich in den letzten Jahren immer mehr abgeflaut hat (es werden zum Beispiel mittlerweile mehr relativ langsame Laptops als Desktop-Maschinen verkauft) und dem Unverständnis, mit dem Kunden auf ein instabiles Feature-Monster wie Windows Vista reagiert haben, bleibt abzuwarten, wohin die Reise geht. Microsoft sollte von dieser Entwicklung auf jeden Fall extrem beunruhigt sein, hat es doch bisher immer auf genau diese Faktoren, also der Bereitschaft der Kunden, sich ständig größer und mächtiger werdende Software und Hardware aufschwatzen zu lassen, gesetzt. Interessant ist außerdem, das Splashtop ein sichereres Web verspricht, weil es eben nicht im kompletten Betriebssystem läuft, unter dem prinzipiell alles verfügbar ist – inklusive persönlicher Daten. Mehr Infos zur Ankündigung von Asus gibts in einem ZDNet-Artikel.
Kommentieren » | News
5. April 2008 - 01:54 Uhr
Bill Gates hat heute auf einer Konferenz zum Thema “Corporate Philantropy” (*LOL*) in Miami zum besten gegeben, dass der Vista-Nachfolder mit dem Codenamen “Windows 7″ möglicherweise schon nächstes Jahr erscheinen wird. Geplant war ab Windows Vista ein dreijähriger Releasezyklus. Die neue Version wird dann eventuell die Features enthalten, die man schon für Vista angekündigt hatte
Neue Versionen lange vorher anzukündigen, bzw. sich dann doch zu verspäten, ist ja eigentlich Microsoft-Tradition. Ob das aber in Anbetracht der miesen Verkaufszahlen von Vista so ein cleverer Schachzug ist, bleibt abzuwarten. Das könnte viele User vielleicht davon abhalten, zu Vista zu wechseln und stattdessen auf die eine Version zu warten. Microsoft betont zwar gerne auf PR-Waschzetteln was für ein riesiger Erfolg Vista doch ist, aber viele, viele Meldungen (z.B. die Downgrade-Möglichkeit) führen die Aussagen ad absurdum. Klar, in absoluten Zahlen ist viel passiert, aber prozentual sieht die Sache anders aus. Sei’s drum – in einem Jahr kann und wird noch viel passieren. So oder so.
Ich bin übrigens noch vor Heise mit dieser Meldung. Das gab’s ja noch nie
3 Kommentare » | News