Web 2.0 Expo: Designing for Experience

12. November 2007 - 05:00 Uhr

Einer der wichtigsten roten Fäden in der Web 2.0 Expo Berlin war das Experience Design. Kathy Sierra und Jesse James Garrett haben in ihren Workshops und Keynotes “Creating Passionate Users” und “Delivering Rich Experiences” viel dazu beigetragen, ebenso Sampo Karjalainen von Habbo.fi mit “Immersive Experiences: Intersections between Web 2.0 and Games” und viele andere Speaker. So lässt sich also einer der wichtigsten Web 2.0 Trends zusammenfassen: die Experience des Users wird wichtiger. Und zwar nicht nur, weil wir im Web 2.0 alle so furchtbar nett zueinander sind und uns gegenseitig tolle Sites machen. Sondern weil in Zeiten häufiger technischer und funktioneller Identität die Bedienung und damit die Experience, die (damit nur unzureichend übersetzte) Erfahrung, der Spass und die Lust an einem Produkt wichtige Unterscheidungsmerkmale sind. User Experience ist sozusagen das, was am Ende rauskommt, wenn alle vorher gute Arbeit geleistet haben: Produkt-, Conceptual-, Interaction-, Usability und Grafik-Designer.

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Web 2.0 Expo Berlin, Tag 4

8. November 2007 - 15:06 Uhr

Zeit für ‘ne kurze Mitteilung zwischendurch während einer Keynote (Nokia und Tim). Der Tag und die Expo neigen sich dem Ende zu. Schnüff. Ich fand’s gigantisch, aufregend und aufgeblasen. Menschen, die coole Ideen haben und umsetzen. Und Menschen, die die Ideen anderer für sich arbeiten lassen. Turnschuhe und Lack-Slipper. Aber so isses eben. Naja, der Desktop ist vollgepackt mit Notizen. Aber: ca. 12 Stunden Schlaf seit Montag. Den Rest des Tages noch mittippen. Ab in’s Hotel, knacken und wieder an die Kiste. Morgen mehr. Versprochen :)

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Web 2.0 Expo Berlin, Tag 3

7. November 2007 - 12:42 Uhr

Heute morgen war’s ruhig. Sehr ruhig. Kämpfen alle mit’m Kater. Die Flure haben sich erst vor einer halben Stunde so richtig gefüllt, die Kaffeestände sind total überlaufen. Wäre ich bei dieser ekligen Plörre namens Foster geblieben, würde es mir wahrscheinlich auch schlecht gehen. Wir sind aber klugerweise auf Gin Tonic umgestiegen. Das heute einige Sessions rescheduled wurden, hat wahrscheinlich auch was damit zu tun :) Ach ja, einen hab ich noch. Vorhin in irgend so einer Mobileblablamarketing Session gehört: “Jujuyayagugublabla – this is about money”. Ja, Geld stinkt nicht, aber gottseidank gibt’s noch andere Gründe, warum ich das Web liebe. Stellen wir dem also eine Aussage von Tim “Give me a break – who wants targeted advertising” O’Reilly aus seiner Keynote entgegen: “Don’t forget, this is about play!”. Yay! :)

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Tim O'Reilly: "Web 2.0 is turning into a battleground of tooth and claw"

6. November 2007 - 19:15 Uhr

Der vielleicht interessanteste Satz in seiner Tim O’Reillys gestriger Keynote war für mich “Web 2.0 is turning into a battleground of tooth and claw”. Nachdem was ich heute gesehen und gehört habe, gilt das nur umso mehr. Wieviele Social Networks verträgt der Markt noch, wie viele Video Sites, Webmailer, Facebooks etc.? Neben dem ganzen Gerede vom sozialen Web geht es schließlich um ziemlich weltliche Gründe, sich im Web breitzumachen: Geld.

Tarik Krim von Netvibes hat heute in seiner Keynote bei der Ankündigung von “Ginger”, der kommenden Version von Netvibes klar gemacht worin die Lösung für Netvibes besteht: “reengineering Netvibes around the social web”. Alle reden hier von “leveraging the social graph”. Das heisst: wie mache ich das Social Web für mich nutzbar. Noch ein Stichwort: “Coding on the shoulders of giants”. Weiterer Baustein, heute auf der Expo gesehen, Kapow mit ihrem RoboMaker. Automatisiert Contents von fremden Diensten saugen. Im Dienste des Users – oder im eigenen, geschäftlich orientierten Sinn.

Das musste ich kurz loswerden, muss los, hier wird schon gefegt. Später mehr.

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Netvibes "Ginger"

6. November 2007 - 15:35 Uhr

Tariq Krim von Netvibes hat in einer Keynote die kommende Version von Netvibes vorgestellt, Codename “Ginger”. In der Einleitung hat er Facebook als vielleicht letzte erfolgreiche Social Platform beschrieben. Und was macht man dann? Richtig – siehe auch mein letzter Post – man integriert einfach die Daten anderer. Warum sich beim 25. Service anmelden? Stattdessen einfach zu Netvibes, wo alle Daten zusammenfliessen. In den Worten von Tarik: “reengineering Netvibes around the social web”. Nicht nur dass man seine Daten damit an einer zentralen Stelle vorfindet, das gleiche gilt auch für alle Freunde. Sobald man ein neues Widget hinzufügt, werden die Freunde benachrichtig. Natürlich mit der Möglichkeit, das auch einzuschränken. Interessant auch seine Bemerkung “widgetize the web”. Das hat sich ja gerade in den letzten Monaten mit der Unmenge von Widget-Toolkits, APIs, den dahinter stehenden großen Playern (Apple, Google, Yahoo, Opera, …) und den W3C-Aktivitäten in diesem Bereich angekündigt. Bin gespannt, wie die neue Version aussieht. Ein Termin wurde nicht genannt.

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Holy Shit: Kapow RoboMaker

6. November 2007 - 13:10 Uhr

Gerade im Expo-Bereich gewesen. Die Qualität eines Expo-Bereichs erkennt man ja daran, dass die Herren in den Anzügen und ihre Produkte interessanter sind, als die knapp bekleideten Messe-Babes :) Bin auf jeden Fall nicht enttäuscht worden, nachdem ich am Stand von Kapow gelandet bin. Präsentiert wurde dort “RoboMaker”. Ein unglaubliches Tool zum Scraping von Web Contents. Das heisst man schnappt sich einen beliebigen Service, Telefonbuch, Web-Mailer, XING, whatever und macht eine “richtige” normalisierte Datenquelle draus, die man dann in eigenen Applikationen und Services weiterverwenden kann. Oder seinem Konkurrenten wegschnappt. Um an die Daten zu gelangen, klickt man sich mit Tools dieser Art nicht mehr durch eine Web Applikation, sondern man stellt sich graphisch einen Arbeitsablauf zusammen, definiert Tag-Filter, reguläre Ausdrücke etc., das Ganze unterstützt von einem Browser der Elemente graphisch hervorhebt, definiert das Ausgabeformat und *pamm*, fertig. Ok, das war ein extrem kurzer Abriss, aber die Idee ist klar.

Ein absoluter Traum, so mit dem Web umgehen zu können. Das semantische Web durch die Hintertür, sozusagen. Wir warten also nicht mehr darauf (wie wir vielleicht vor 6, 7 Jahren noch gedacht haben), dass alle schönen, semantischen Code schreiben oder ihre Daten brav in einem Web-API zur Verfügung stellen, sondern man schnappt sich einfach, was man braucht. Das wirft natürlich einen Haufen interessanter Fragen auf und verleitet zu interessanten Gedankenspielen. Wie schauts da Intellectual Property aus? Will die Telekom, dass ich mir einfach ihre Daten rausfische ohne dabei einen Haufen Anzeigen anschauen zu müssen? RoboMaker sieht zumindest vor, dass man User Agent IDs oder Referrer vortäuscht. Man kann soga zeitliche Verzögerungen definierten, so dass es in den Logfiles nicht auffällt, dass sich eine Maschine durch’s Angebot hangelt. Und was wird in den nächsten Monaten und Jahren zwischen verschiedenen, konkurrierenden Anbietern abgehen? Webmail-Provider, die sich gegenseitig die Kunden wegschnappen? Social Networks, die im Kampf um Kunden garnicht mehr so social miteinander umgehen? Man wird natürlich reagieren, den Code ständig ändern, ungefähr so, wie Virenprogrammierer ihre Schöpfungen mutieren lassen. Wie Tim gestern in seiner Keynote bemerkte, “Web 2.0 is turning into a battleground of tooth and claw”. The happy days are over. Heute umarmen wir uns aber nochmal. Bis später. Ich muss mal’n Kaffee trinken.

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Los geht's

5. November 2007 - 10:25 Uhr

Gerade in der Halle eingetroffen. Erster Eindruck von der Organisation: durchwachsen. Überall unterschiedliche Uhrzeiten angegeben, Computerprobleme beim Check-In. In ein paar Minuten sollte der erste Workshop anfangen, aber das sieht im Moment noch nicht so aus. Bin gespannt was Cal Henderson so zu erzählen hat.

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